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Ist Schwimmen gut für den Herzkreislauf?

Helena Bender
Helena Bender
2025-09-09 10:00:35
Anzahl der Antworten : 15
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Schwimmen ist ein Ausdauersport und wie viele andere Ausdauersportarten wirkt es sich positiv auf unseren Körper aus. Die Aktivität bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und baut Muskulatur auf. Durch den Wiederstand des Wassers ist es außerdem ein echtes Ganzkörpertraining. Die Anstrengung muss das Herz stark pumpen und dadurch wird wiederum der Blutfluss im Körper erhöht. Das führt dazu, dass sich neue Blutgefäße bilden. Schwimmen fördert offenbar auch unsere Gehirngesundheit auf einzigartige Weise. Es gibt einige Studien, die deutlich darauf hinweisen, dass Schwimmen die Gehirnfunktionen, die Immunantwort und unsere mentale Gesundheit verbessert. Die Forschung hat gezeigt, dass Ausdauersport nicht nur zur sogenannten Neurogenese beitragen, sondern in Säugetieren auch Schäden reparieren kann. Grund dafür ist offenbar ein erhöhter Spiegel eines bestimmten Proteins nach dem Training, das im Gehirn dafür sorgt, dass sich die Funktion verbessert – inklusive Lernen und Gedächtnis. Zusätzlich hilft er auch, die neuronalen Verbindungen zwischen den Nervenzellen zu stärken. Regelmäßiges Schwimmen erneuere neuronale Verbindungen im Gehirn. Wenn der Spiegel des Proteins Wachstumsfaktor BDNF durch das Schwimmen besonders hoch getrieben wird, wirkt sich das auch auf unsere mentale Gesundheit aus. Wie Untersuchungen zeigten, reduziert das nämlich Angstzustände und Depressionen. Durch die Anstrengung großer Muskelgruppen im Körper müssen diese ihre Fähigkeit steigern, was wiederum durch Tätigkeit des Herzens hervorgerufen wird. Die stärkere Durchblutung sorgt für die Freisetzung von Endorphinen. Diese Hormone sorgen für das Gefühl der Euphorie, dass Sportlerinnen und Sportler nach dem Training haben. Das Bahnen ziehen im Wasser kann unsere Lernfähigkeit steigern, indem das Wachstum der Nervenzellen angeregt und neue neuronale Verbindungen aufgebaut werden, können wir besser neue Informationen lernen, abspeichern und später wieder präzise abrufen.
Fridolin Heß
Fridolin Heß
2025-08-31 02:48:00
Anzahl der Antworten : 17
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Schwimmen ist eine hervorragende Ausdaueraktivität, die sich positiv auf die Herzgesundheit auswirkt. Es kann nicht nur zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen, sondern auch Patienten mit bestehenden Herzproblemen unterstützen. Regelmäßige Bewegung, insbesondere Ausdauersportarten wie Schwimmen, ist ideal zur Verbesserung der Herzgesundheit. Schwimmen kann helfen, Bluthochdruck zu senken und das Fortschreiten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern. Beim Eintauchen in Wasser wirkt neben dem Luftdruck auch der Wasserdruck auf den Körper, was zu einer Umverteilung des venösen Blutes führt. Dies kann bei Patienten mit starker Herzschwäche zu einer akuten Dekompensation und Luftnot führen. Nach dem Schwimmen kann es beim Verlassen des Wassers zu Schwindel kommen, da das Blut wieder in die Beine und das Becken rückverteilt wird. Das Risiko für Schwindelgefühl lässt sich verringern, wenn man langsam aus dem Becken aussteigt.
Wilma Winter
Wilma Winter
2025-08-28 18:01:36
Anzahl der Antworten : 10
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Schwimmen ist vor allem dafür bekannt, dem Rücken gutzutun, aber es kann auch vor Verschlechterungen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung schützen. Es ist tatsächlich wahr, dass Schwimmen auch für die meisten Herzpatienten zu empfehlen ist, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dennoch ist auch bei Patienten mit einer Herzinsuffizienz moderate Belastung wie zum Beispiel beim Schwimmen für Patienten langfristig vorteilhaft. So entstehen Kreislaufprobleme beim Schwimmen: Manche Herzpatienten erfahren beim Eintauchen in Wasser Luftnot, weil der hydrostatische Druck das Blut aus Armen und Beinen in die Körpermitte umverteilt. Dadurch steigt die Vorlast, was bedeutet, dass das Herz akut mit einer größeren Blutmenge umgehen muss. Bei vorbestehender starker Herzschwäche kann dies zu einer akuten Dekompensation führen, also einem Rückstau in die Lunge, was sich in Luftnot äußert. Es ist auch möglich, nach dem Schwimmen Kreislaufprobleme zu erleben, zum Beispiel Schwindelgefühl beim Ausstieg aus dem Becken. Dies kann passieren, weil der Wasserdruck das Blut aus den unteren Körperregionen in die oberen drückt und beim Aussteigen das Blut in die Beine und den Beckenbereich zurückfließt, wodurch der Blutdruck abfällt und die Blutversorgung im Oberkörper und Kopf abnehmen kann. Die Herzfrequenz steigt in solchen Fällen, um den Blutdruck wieder zu erhöhen, und dieses kann für Herzpatienten problematisch sein, wenn die Anpassung zu langsam erfolgt. Um solche Probleme zu vermeiden, sollten Herzpatienten vor dem Training ärztlichen Rat einholen und beim Schwimmen bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachten, wie langsam ins Wasser zu gehen, langsam auszusteigen und nach dem Schwimmen in Bewegung zu bleiben. Darüber hinaus kann eine verbesserte Schwimmtechnik, wie ein horizontaler Schwimmstil, dazu beitragen, den Blutfluss zu optimieren und Kreislaufprobleme zu minimieren.
Niels Brandt
Niels Brandt
2025-08-19 16:26:30
Anzahl der Antworten : 18
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Schwimmen bietet ähnliche gesundheitliche Vorteile für das Herz-Kreislauf-System wie andere Ausdauersportarten, beispielsweise Nordic Walking, Velofahren, Rudern oder Stand up-Paddling. Durch die Auftriebskraft des Wassers ist Schwimmen entlastend für die Gelenke; Knorpel und Bandscheiben werden geschont. Zudem wird die Schwerkraft ausgehebelt und es muss weniger Kraft aufgewendet werden. Ambitioniertere Personen, die auf ein konkretes sportliches Ziel hinarbeiten, sollten das Schwimmen idealerweise mit Krafttraining kombinieren. Aus einem gesundheitlichen Aspekt betrachtet ist Schwimmen mit allen Sportarten kombinierbar. Schwimmstile abwechseln und die Belastung entsprechend verteilen, kann eine balancierte Kräftigung der Körpermitte erreicht werden. Personen mit verschiedenen Einschränkungen am Bewegungsapparat wird weniger das Schwimmen, sondern moderate Bewegung durch Wassergymnastik oder Aqua Jogging empfohlen. Im Bereich der Gesundheitsförderung empfiehlt sich eine regelmässige, etwa zwei bis drei Malige wöchentliche Bewegung. Denn es ist wichtig, für sich eine Sportart zu finden, die man nicht nur für drei Monate, sondern längerfristig betreibt. Als Medizinerinnen und Mediziner beobachten wir, dass Patienten bei «life changing events» wie beispielsweise einem Herzinfarkt am ehesten bereit sind, ihren Lebensstil positiv zu verändern. Menschen sind Gewohnheitstiere. Aus dieser Erfahrung heraus ist derjenige Sport der richtige, der einem am meisten Freude bereitet.
Inka Stephan
Inka Stephan
2025-08-08 20:41:23
Anzahl der Antworten : 15
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Schwimmen ist nicht nur eine erfrischende und angenehme Freizeitaktivität, sondern auch eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Herzgesundheit zu fördern. Im Gegensatz zu hochintensiven Sportarten belastet Schwimmen die Gelenke nicht übermäßig. Das Wasser trägt das Körpergewicht und reduziert somit das Risiko von Verletzungen oder übermäßiger Belastung der Gelenke. Regelmäßiges Schwimmen trägt auch zur Verbesserung der Herz-Kreislauf-Fitness bei, indem es die Lungenkapazität erhöht und die Durchblutung fördert. Laut der Centers for Disease Control and Prevention können etwa zweieinhalb Stunden sportlicher Aktivität pro Woche das Risiko chronischer Erkrankungen signifikant senken. Nichtsdestotrotz ist Schwimmen auch für die meisten Herzpatienten zu empfehlen, und ist insbesonders als Präventionsmaßnahme gegen Bluthochdruck empfehlenswert. Insgesamt ist Schwimmen eine herzfreundliche Aktivität, die nicht nur dein körperliches Wohlbefinden, sondern auch deine mentale Gesundheit fördert.
Christin Horn
Christin Horn
2025-07-31 18:04:10
Anzahl der Antworten : 17
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Schwimmen tut Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gut. Regelmäßige Bewegung ist das ideale „Medikament“ zur Besserung der Herzgesundheit. Als Ausdaueraktivität ist Schwimmen wie andere Ausdauersportarten auch zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Bluthochdruck sehr gut geeignet und kann Patienten vor einer Verschlechterung ihrer Herz- oder Kreislauferkrankung schützen. Schwimmen ist für die meisten Herzpatienten zu empfehlen – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Wer schwimmen will, sollte das vorab mit dem Arzt oder der Ärztin besprechen. Auch sollten sich Herzpatienten und insbesondere ältere Menschen bewusst sein, dass es beim plötzlichen Einsteigen ins Wasser oder beim Ausstieg unter Umständen zu Kreislaufproblemen kommen kann. Durch Langsamkeit beim Ein- und Aussteigen ins Wasser kann das Risiko minimiert werden, sodass dem Sprung ins Becken nichts entgegensteht. Bei einer vorbestehenden starken Herzschwäche kann das Eintauchen in Wasser jedoch zu einer akuten Dekompensation führen, was sich in Luftnot äußert, jedoch ist moderate Belastung wie zum Beispiel beim Schwimmen langfristig vorteilhaft.
Hans-Werner Karl
Hans-Werner Karl
2025-07-31 17:45:29
Anzahl der Antworten : 18
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Bei sommerlicher Hitze ist Schwimmen wohl die beste Art, Sport zu treiben. Davon profitieren auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Beim plötzlichen Einsteigen ins Wasser oder beim Ausstieg kann es unter Umständen zu Kreislaufproblemen kommen. Ihnen könnte schwindelig oder schwarz vor Augen werden. Der Grund: Beim Eintauchen des Körpers in Wasser wirkt plötzlich der Wasserdruck auf den Körper ein. Dadurch strömt mehr venöses Blut aus Armen und Beinen zum Herzen und es muss plötzlich eine größere Blutmenge bewältigen. Man sollte das Schwimmbecken langsam betreten, auf die Reaktion des Körpers achten und nicht mit einem Kopfsprung das Training beginnen. Eine Begleitperson zu bitten, in den ersten Minuten ein Auge auf die Situation zu haben, gibt zusätzlich Sicherheit. Ansonsten gilt fürs Schwimmen, was auch bei allen anderen Sportarten für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt: Körperliche Aktivität ist ein entscheidender Baustein der Therapie. Was und in welcher Intensität Sie trainieren, sollten Sie vorab unbedingt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen.