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Ist Kahmhaut im Aquarium schädlich?

Rosa Krieger
Rosa Krieger
2025-08-30 23:29:42
Anzahl der Antworten : 21
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Die Kahmhaut beziehungsweise der Kahmpilz an der Wasseroberfläche stellt naturgemäß eine mehr oder weniger stabile Barriere zwischen Wasser und Luft dar. Bei einer entsprechenden Dicke kann eine solche Kahmhaut den Gasaustausch im Aquarienwasser erschweren, was wiederum relativ schnell zu einem Sauerstoffmangel im Aquarium führen kann. Dass die Kahmhaut zu dick ist, kann man gut daran erkennen, dass sich kleine und auch größere Gasblasen unterhalb des Bakterien- und Algenfilms an der Wasseroberfläche sammeln. Im Extremfall können sich regelrechte Schaumblasen bilden. Dieses Phänomen tritt dann auf, wenn die im Aquarium gebildeten Gase wie zum Beispiel Stickstoff, der im Zuge der Denitrifikation entsteht, aber natürlich auch im Zuge der Assimilation von den Pflanzen produzierter Sauerstoff oder zugedüngtes CO2 aus einem Diffusor nicht mehr nach oben entweichen können. Natürlich können in einem solchen Fall die Gase aus der Luft dann auch nicht mehr oder nur noch in ganz geringen Mengen ins Wasser hinein diffundieren. Um einen durch eine Kahmhaut verursachten Sauerstoffmangel zu vermeiden, sollte man deshalb ganz besonders auf eine gut bewegte Oberfläche achten. Die Kahmhaut ist lediglich ein Symptom dafür, dass im Aquarium ein Ungleichgewicht herrscht. Dieses gilt es zu bekämpfen, weil durch ein solches Ungleichgewicht weitere Probleme auftreten können, wie Algen oder - im schlimmsten Fall - eine erhöhte Keimbelastung und eine Bakterienblüte, verbunden mit Sauerstoffmangel.
Hans-Günther Sauter
Hans-Günther Sauter
2025-08-20 22:43:17
Anzahl der Antworten : 12
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Die Kahmhaut kann störend für die Optik des liebevoll gestalteten Beckens sein, aber es gibt auch noch andere Gründe, warum die Kahmhaut im Aquarium nicht erwünscht ist. Wird sie zu stark, kann sie den Austausch von Gasen zwischen dem Aquarienwasser und der Raumluft behindern. Das ist schon mit bloßem Auge zu sehen, wenn Gasbläschen kurz unter der Wasseroberfläche festzuhängen scheinen und kann zu Sauerstoffmangel im Aquarium führen. Ist der Film sehr dick, kann er sogar der Beleuchtung, die für die Wasserpflanzen essenziell ist, im Weg sein. Das Licht wird durch die Kahmhaut dann gedämpft und es dringt eventuell nicht mehr genügend zu den Pflanzen vor.
Swen Albrecht
Swen Albrecht
2025-08-15 13:51:30
Anzahl der Antworten : 16
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Die Kahmhaut und das Fressen der Kahmhaut ist nicht schädlich. Allerdings kann der Gasaustausch zwischen Luft und Wasser behindert werden. Das kann sogar ein Vorteil sein, wenn dadurch weniger CO2 zugeführt werden muss, um die Pflanzen zu ernähren und einen bestimmten pH-Wert zu erhalten. Es muss darauf geachtet werden, dass der CO2-Gehalt des Wassers durch den geringeren Gasaustausch nicht zu hoch wird. Die Kahmhaut kann so dick werden, dass in ihr Blasen entstehen, die vertrocknen und hart werden, wenn sie nicht entfernt werden.
Berta Kröger
Berta Kröger
2025-08-06 17:10:21
Anzahl der Antworten : 16
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Kahmhaut ist nicht nur unschön für den Betrachter, sie wirkt sich auch negativ auf die Bewohner des Aquariums aus. Der notwendige Gasaustausch an der Wasseroberfläche kann nicht mehr zufriedenstellend ablaufen. Das bedeutet im Extremfall, dass sich zu viel Kohlendioxid im Wasser anreichert und kein Sauerstoff aus der Luft hinzukommen kann. Gesundheitliche Probleme für tierische Bewohner Für die tierischen Bewohner ist die Kahmhaut direkt nicht schädlich. Bei anhaltendem fehlendem Gasaustausch kann es hingegen zu gesundheitlichen Problemen kommen. Besonders dicke Kahmhaut ist auch vom Licht nur schwer zu durchdringen. Darunter leiden lichthungrige Pflanzen, die ihre Photosynthese nicht mehr im vollen Ausmaß durchführen können.