:

Was ist Nachbehandlung von Beton?

Emanuel Peters
Emanuel Peters
2025-08-23 16:01:12
Anzahl der Antworten : 15
0
Zur Nachbehandlung zählen alle Maßnahmen, die ein zu schnelles Verdunsten des Wassers im Frischbeton und im erhärtenden Beton verhindern sollen. Dieses Wasser wird benötigt, um die Festigkeitsbildung zu ermöglichen. Meist wird der Beton dort, wo das Wasser verdunstet – an der Oberfläche – am stärksten belastet, so dass die Nachbehandlung ein wichtiger Arbeitsschritt in der Bauphase ist. Grundsätzlich gilt: So früh wie möglich und so lange wie möglich nachbehandeln. Durch das Nachbehandeln wird auch dem Frühschwinden und damit den frühzeitigen Rissbildungen entgegengewirkt. Wenn in den ersten Tagen nach dem Betonieren durchgehend feuchtes Wetter mit relativen Luftfeuchtigkeiten über 85 % vorliegt, zählt dies auch als Nachbehandlungsmaßnahme. Beispiele für Nachbehandlungsmaßnahmen sind z. B.: Ausreichend langes Belassen in der Schalung, Abdecken der Betonoberfläche mit dampfdichten Folien, die jedoch keinen Luftzug zwischen Beton und Folie erlauben. Auflegen von wasserspeichernden Abdeckungen unter ständigem Feuchthalten als Verdunstungsschutz, Aufrechterhalten eines sichtbaren Wasserfilms auf der Betonoberfläche, Anwendung von flüssigen Nachbehandlungsmitteln mit nachgewiesener Eignung. Die erforderliche Dauer der Nachbehandlung hängt von der Festigkeitsentwicklung des Betons und von den Witterungseinflüssen, aber auch von der späteren Nutzung ab.
Birgitt Schmitz
Birgitt Schmitz
2025-08-16 02:53:22
Anzahl der Antworten : 14
0
Nachbehandlung des Betons ist unerlässlich, damit er gerade in den oberflächennahen Bereichen die aufgrund seiner Zusammensetzung gewünschten Eigenschaften auch tatsächlich erreicht. Ein wesentliches Ziel der Nachbehandlung ist es, das Austrocknen der Betonoberfläche in den ersten Tagen des Erhärtens zu verhindern, damit das zur Hydratation des Zements erforderliche Wasser auch dort zur Verfügung steht. DIN EN 13670/DIN 1045-3 fordert die Nachbehandlung des Betons während der ersten Tage der Hydratation, um das Frühschwinden gering zu halten, eine ausreichende Festigkeit und Dauerhaftigkeit der Betonrandzone sicherzustellen, den Beton vor schädlichen Witterungsbedingungen zu schützen, das Gefrieren zu verhindern und schädliche Erschütterungen, Stoß oder Beschädigung zu vermeiden. Schutzmaßnahmen gegen vorzeitiges Austrocknen sind: Abdecken mit Folien, Auflegen Wasser speichernder Abdeckungen, Aufbringen flüssiger Nachbehandlungsmittel, kontinuierliches Besprühen mit Wasser, Unterwasserlagerung (Fluten), Belassen in der Schalung, eine Kombination dieser Verfahren. Die Folgen zu frühen Wasserverlusts sind: geringere Festigkeit an der Oberfläche, Neigung zum Absanden, größeres Wasseraufnahmevermögen, verminderte Witterungsbeständigkeit, geringere Widerstandsfähigkeit gegen chemische Angriffe, Entstehung von Frühschwindrissen, erhöhte Gefahr späterer Schwindrissbildung.
Ricarda Zimmermann
Ricarda Zimmermann
2025-08-06 14:22:42
Anzahl der Antworten : 14
0
Zur Nachbehandlung zählen alle Maßnahmen, die ein zu schnelles Verdunsten des Wassers im Frischbeton und im erhärtenden Beton verhindern sollen. Dieses Wasser wird benötigt, um die Festigkeitsbildung zu ermöglichen. Grundsätzlich gilt: So früh wie möglich und so lange wie möglich nachbehandeln. Durch das Nachbehandeln wird auch dem Frühschwinden und damit den frühzeitigen Rissbildungen entgegengewirkt. Beispiele für Nachbehandlungsmaßnahmen sind z. B.: – Ausreichend langes Belassen in der Schalung – Abdecken der Betonoberfläche mit dampfdichten Folien, die jedoch keinen Luftzug zwischen Beton und Folie erlauben. Die erforderliche Dauer der Nachbehandlung hängt von der Festigkeitsentwicklung des Betons und von den Witterungseinflüssen, aber auch von der späteren Nutzung ab. Bei Temperaturen unter 5 °C muss die Nachbehandlung um dieselbe Zeit verlängert werden.
Anja Scharf
Anja Scharf
2025-08-06 11:05:23
Anzahl der Antworten : 24
0
Die Nachbehandlungsdauer hängt von der Entwicklung der Betoneigenschaften in der Randzone ab. Ohne genaueren Nachweis der Festigkeit richtet sich die Dauer der Nachbehandlung nach der Expositionsklasse, der Oberflächentemperatur und der Festigkeitsentwicklung des Betons. Mindestdauer der Nachbehandlung Expositions- klasse erforderliche Festigkeit im oberflächennahen Bereich Mindestdauer der Nachbehandlung X0, XC1 - 0,5 Tage. Für die Expositionsklassen XC2, XC3, XC4 und XF1 können anstelle der Werte der vorhergehenden Tabelle die erforderlichen Nachbehandlungsdauern nach der folgenden Tabelle gewählt werden. Festigkeitsentwicklung des Betons r = fcm2 / fcm28, ermittelt bei der Erstprüfung oder auf Grundlage der Ergebnisse einer bekannten Betonzusammensetzung. Die Mindestdauer der Nachbehandlung von Beton in Tagen richtet sich nach der Oberflächentemperatur und der Festigkeitsentwicklung des Betons. Bei Temperaturen unter 5 °C ist eine Verlängerung der Nachbehandlungsdauer erforderlich. Die Nachbehandlungsdauer kann bei Verarbeitbarkeitszeit über 5 Stunden angemessen verlängert werden. Zwischenwerte dürfen ermittelt werden.