Wie erkenne ich, ob mein Whirlpool Legionellen hat?

Hans Georg Hartung
2025-07-06 05:16:40
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: 12
Legionellen sind Bakterien, die ein natürlicher Bestandteil von Grundwasser und Oberflächengewässern sind und daher in fast allen wässerigen und feuchten Umgebungen vorkommen – auch im Leitungswasser. In abgestandenem Wasser bei Temperaturen zwischen 25 °C und 55 °C finden sie die beste Umgebung um sich zu vermehren.
Daher können die Bakterien auch im Boiler auftreten, weswegen sich dort eine sporadische Erhitzung auf 65 °C empfiehlt, was die Legionellen effizient abtötet.
Aber auch in Wasserleitungen und damit in Wasserhähnen, Duschköpfen, Kühltürmen und Whirlpools können Legionellen auftreten.
Im Wasser sind die Legionellen ungefährlich – verschluckt man unreines Wasser, macht die eigene Magensäure den Bakterien den Gar aus.
Gelangen sie jedoch beim Einatmen über Wasserdampf in die Lunge, kann es kritisch werden.
Denn dort setzen sie sich fest und können bei geschwächtem Immunsystem verschiedene Krankheiten auslösen.
Die Legionärskrankheit – eine schwere Erkrankungsform mit Lungenentzündung – ist dabei das höchste Risiko.
Legionellen können auf verschiedene Arten den Weg in den Whirlpool finden.
Weil sie naturgemäss in jedem Wasser vorkommen, sogar über Frischwasser.
Oder wenn beispielsweise abgestandenes Wasser aus einem Schlauch oder einer Spritzkanne für das Nachfüllen verwendet wird oder Regenwasser in die Wanne läuft.
Sogar über die Haut können die Bakterien aufgrund des vorherigen Abduschens in den Whirlpool geraten.
Nicht zu duschen wäre aber ein schlechter Rat – Öle, Seifen und Körperlotionen dienen den Legionellen als Nahrung und fördern deren Vermehrung beträchtlich.
Aufgrund des natürlichen Auftretens von Legionellen in jeglichem Wasser, kann man diese nicht komplett verhindern.
Aber man kann mit gezielten Massnahmen dafür sorgen, dass möglichst wenige Legionellen im Poolwasser landen, sich die vorhandenen Legionellen nicht unnötig vermehren, respektive die vorhandenen Legionellen mittels gezielter Pflegemassnahmen vernichtet.
Tipp 1: Lassen Sie die Aussenzapfstelle beim Haus oder auf Ihrer Terrasse für eine Minute laufen, bevor Sie den Whirlpool damit (nach-)füllen.
So gelangt kein abgestandenes Wasser mit hoher Bakterienbelastung in Ihre Wellness-Oase.
Tipp 2: Stellen Sie die Baderegel auf, dass sämtliche Badegäste vor dem Sprudelspass duschen.
Wir wollen die Legionellen ja nicht zusätzlich «füttern».
Tipp 3: Wählen Sie beim Kauf einen hochwertigen Whirlpool mit Ozon-Reinigungsanlage und einem automatisierten Spülprogramm, das dafür sorgt, dass täglich sämtliche Leitungen für drei bis vier Minuten durchgespült werden.
Und legen Sie Wert auf eine gewissenhafte Verwendung der chemischen Pflegemittel gemäss Schulung durch Ihren zuverlässigen Whirlpool-Lieferanten.

Marga Barth
2025-07-06 03:54:49
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: 14
Eine Infektion mit Legionellen geschieht meistens durch das Einatmen der Bakterien.
Beim Duschen entstehen zum Beispiel feinste Wassertröpfchen, die als Aerosole unbemerkt eingeatmet werden.
So gelangen die Legionellen in dem menschlichen Organismus.
Deshalb ist vor allem die Lunge das Organ, das zumeist mit den Bakterien infiziert wird.
Legionellen leben in natürlichen und künstlichen feuchten Gebieten, wie zum Beispiel:
Leitungen von Trinkwasser,
Duschköpfen,
Boilern,
Badebecken & Whirlpools,
Luftbefeuchtern,
Schwimmhallen,
Kühleinrichtungen,
Abwasser,
stehendes Wasser,
Fließgewässer.
Die Warmwasser-Entnahmestelle sollte daher mindestens 60 °C heiß sein, um eine Vermehrung von Legionellen zu unterbinden.
Diese Bakterien sind gesundheitsgefährdend und können schwere Erkrankungen beim Menschen verursachen.
Mit einer Legionellenanalyse können Sie Ihr Wasser auf die gesundheitsgefährdenden Bakterien hin testen.
Wir bieten Ihnen eine zuverlässige Legionellenanalyse zur Eigenkontrolle an.
Unser Legionellenuntersuchung richtet sich an die Personen, die Ihr Wasser vorsorglich selbst testen möchten.

Lilo Weis
2025-07-06 02:14:31
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: 11
Da sich besonders in stehendem, warmem Wasser Legionellen und andere Bakterien vermehren, besteht Infektionsgefahr in Hinblick auf Legionellose nicht nur über Boiler, Warmwasserspeicher und Warmwasserleitungen, sondern auch besonders über den Whirlpool. Finden sich im Whirlpool Bakterien, so können sie über kleine Tröpfchen in der Luft eingeatmet oder geschluckt werden und gegebenenfalls eine Erkrankung an Legionellose zur Folge haben. Im Whirlpool sollte also besonders auf die mögliche Gefahr geachtet werden, die durch Legionellen und andere Bakterien ausgehen kann. Abtöten kann man Bakterien im Wasser schon bei einer Temperatur von 50 Grad, sofern das Wasser über eine längere Zeit erhitzt wird. Bei 60 Grad sterben die Bakterien schon nach zwei Minuten ab.
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