Was verträgt Edelstahl nicht?
Michaela May
2025-09-05 01:58:10
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: 19
Was einem rostfreien Stahl allerdings nicht passieren sollte, ist der Kontakt zu normalem Stahl, Spänen davon oder Rost.
In diesem Fall wird die Chromoxidschicht verletzt und die rostige Anhaftung "steckt an".
Dann kann auch ein Edelstahl rosten.
Zu verbauende Teile keinesfalls mit unlackiertem oder rostigem Stahl direkt verschrauben, auch der direkte Kontakt zu Aluminium ist zu vermeiden.
Einige Legierungen vertragen starke Chlorhaltigkeit nicht.
Die direkte Nachbarschaft zu einer Bahnlinie mit Oberleitung, Abrieb von Bremsen im Straßenstaub oder der Schlosser, der nebenan ein Geländer abtrennt, führen sicher mittelfristig zu Korrosion an der Oberfläche.
Auf keinen Fall stahlhaltige Reinigungsmaterialien wie z.B. Stahlwolle verwenden.
Drahtbürsten gibt es speziell extra mit Edelstahldrähten, keine anderen verwenden.
Polituren und Reiniger müssen zur Verwendung auf rostfreien Stählen geeignet sein, auch hier dürfen keine Stahlbestandteile enthalten sein.
Die Verwendung von neuen, verzinkten Schrauben führt auch zwangsläufig zu Rost.
Nie in der Nähe von Edelstahlteilen normale Stahlteile feilen, trennen, bohren oder schleifen.
Eric Pfeiffer
2025-08-30 19:40:10
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: 20
Obwohl sowohl Edelstahl als auch verzinkter Stahl korrosionsbeständig sind, können sie bei direktem Kontakt Probleme verursachen. Dies liegt an galvanischer Korrosion, einem elektrochemischen Prozess, der auftritt, wenn zwei unterschiedliche Metalle in einer feuchten Umgebung miteinander in Kontakt kommen. Das weniger edle Metall – in diesem Fall der verzinkte Stahl – kann dadurch schneller korrodieren. Die Korrosionsgefahr steigt bei nassen Bedingungen. Edelstahl 316 wird stark abgeraten, da er schneller galvanische Korrosion verursachen kann.
Antonie Ackermann
2025-08-22 23:37:10
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: 16
Edelstahl besteht aus ca. 70 % Eisen.
Die Rostbeständigkeit wird lediglich durch eine Schutzschicht erzeugt.
Korrosion kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. der falsche Einsatz des Edelstahlproduktes oder eine zu hohe Chlorid-Ionen-Belastung.
Dabei genügt bereits eine kurzzeitige Überschreitung der Chlorid-Ionen-Grenzwerte, um die Passivschicht zu beschädigen.
Wenn der pH-Wert des Poolwassers zu niedrig ist und / oder die Frischwasserzufuhr zu gering ist.
Putzschwämme aus Stahlwolle sowie essig-, zitronen- oder salzsäurehaltige Reiniger sind für die Edelstahl-Reinigung ungeeignet.
Wenn das Wasser stark eisenhaltig ist, reagieren die Partikel mit dem Chlor und schlagen sich auf dem Edelstahl nieder.
Der Chlorgehalt des Wassers ist oder war zu hoch.
Das Wasser enthält einen hohen Salzgehalt und wird mit hohen Temperaturen betrieben.
Daher sollte auf eine ausreichende Frischwasserzufuhr bzw. einen entsprechenden Wasseraustausch geachtet werden, um das Rosten von Edelstahl zu vermeiden.
Ebenfalls spielt die Temperatur einen entscheidenden Faktor.
Rost bildet sich an einer Schraube, weil Werkzeug verwendet wurde, mit dem zuvor Normalstahl bearbeitet wurde.
Dadurch werden die feinen Eisenpartikel in den Edelstahlschraubenkopf gedrückt und die Schraube beginnt zu rosten.
Judith Schröder
2025-08-10 08:51:59
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: 14
Seewasser: Auch wenn das Material laut Beständigkeitstabelle in die Beständigkeitsstufe 0 eingestuft wird, besteht bei dauerhaftem Einfluss von Meerwasser die Gefahr von Loch- oder Spannungsrisskorrosion.
Reinhilde Busse
2025-08-07 07:43:35
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: 17
Ein zu heftiges Bürsten bzw. die Verwendung eines zu aggressiven Reinigers kann Rost hervorrufen. Wenn diese durch eine falsche Behandlung zerstört wird, bleibt das Material ungeschützt und es kann Rost entstehen.
Auch Zitronen- oder Essigsäure kann auf Dauer zu einer starken Korrosion am Edelstahl führen, sofern man diese nicht umgehend beseitigt.
Salz, das von Winterdiensten gestreut worden ist, kann einige Edelstahlsorten durchaus angreifen.
Insbesondere an Stellen, an denen sich Wasser absetzen kann, ist es keine Seltenheit, dass sich das Metall mit der Zeit dunkel oder sogar ganz schwarz verfärbt.
Wenn man von Edelstahl spricht, dann wird damit in der Regel eine Gruppierung von rostfreien Stählen bezeichnet.
In einer Umgebung mit stark salzhaltiger Luft bzw. einer konstant überdurchschnittlich hohen Luftfeuchtigkeit ist die Gefahr für eine Korrosion natürlich entsprechend höher.
Befinden sich zum Beispiel rostende Gegenstände unweit des Edelstahls entfernt, dann kann dieser sich schnell übertragen.
Die Beständigkeit gegen Korrosion hängt in erster Linie von einer in der Regel sehr dünnen Schicht ab, die sich an der Oberfläche des Edelstahls befindet.
Problematisch ist die Verwendung unter anderem in der Nähe von Eisenbahnschienen - denn hier ist Flugrost möglich! - sowie auch direkt im Straßenverkehr.
Andrej Fiedler
2025-07-27 04:18:17
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: 16
Edelstahl ist unter den Metallen der beständigste und seine mechanischen Eigenschaften erlauben seiner Struktur extrem korrosionsfest zu sein. Die passive Schutzschicht von Edelstahl kann durch Chemikalien angegriffen werden. Chloridionen sind darunter die häufigsten und finden sich in vielen alltäglichen Substanzen, wie Salze und Bleichmittel wieder. Salzsäure und schwefelige Säuren sind bei bestimmter Konzentration besonders aggressiv gegenüber Edelstahl. Metalle können zu rosten beginnen, wenn ein galvanisches Element gebildet wird. Diese Form entsteht, wenn sich zwei unterschiedliche Metalle berühren und Kontakt mit einem Elektrolyt z. B. Wasser oder einer anderen Lösung haben.