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Welche Indikationen gibt es für Hydrotherapie?

Rosina Meißner
Rosina Meißner
2025-08-06 12:16:45
Anzahl der Antworten : 11
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Die Indikationen der Hydrotherapie basieren auf den verschiedenartigen physiologischen Wirkungen der Wassertemperatur und den wissenschaftlichen Erkenntnissen des Verfassers. Die kalten Anwendungen sind in sechs Thermostufen unterteilt mit je einem Bereich von 6°C, reichend von 30 bis -6°C. Jede Stufe hat ihre eigenen Indikationen. Die thermoin-differenten Anwendungen betreffen einerseits die Temperaturen zwischen 30 und 34°C, als lau-kühl bezeichnet, und andererseits zwischen 34 und 38°C, als lau-warm bezeichnet, beide Bereiche mit unterschiedlichen Indikationen. Die warmen und heißen Anwendungen umfassen ebenfalls sechs Thermostufen mit je 2 °C Differenz, reichend von 38 bis 50 °C.
Ida Rapp
Ida Rapp
2025-07-26 19:44:22
Anzahl der Antworten : 16
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Beide Therapien sind nahezu universell einsetzbar. Allgemein haben sie regulierende bzw. verbessernde Wirkung auf folgende Organsysteme: Wärmehaushalt, Nervensystem, Innere Sekretion, Stoffwechsel, Kreislauf, Atmung, Bindegewebe, Haut, Nieren, Muskeln. Eine Hydro-Therapie kann auf vielfältige Weise eingesetzt werden. Je nach Erkrankung gibt es unterschiedliche Zusammenstellungen und Dosierungen. Teil- oder Vollbäder, Waschungen, Teil- oder Vollgüsse, Kompressen, Wickel, Packungen. Die Hydro-Therapie wird insbesondere zur Rehabilitation und bei Kuraufenthalten mit anderen Behandlungsformen wie z.B. Klima-Therapie, Massagen, Krankengymnastik oder manueller Therapie kombiniert, passt aber auch zu allen anderen Naturheilverfahren.
Marlies Lorenz
Marlies Lorenz
2025-07-26 16:53:05
Anzahl der Antworten : 10
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Heute wird die Hydrotherapie vor allem zur Behandlung von Verbrennungen, zur Schmerzlinderung bei rheumatischen Erkrankungen oder zur Propylaxe und bei Spa-Anwendungen eingesetzt. In früheren Zeiten wurde Hydrotherapie auch zur Therapie des Alkoholismus eingesetzt. Örtliche Wärme -> Senkung der Pulsfrequenz Örtliche Kälte -> Zunahme der Pulsfrequenz Heiße Anwendungen -> Pulsbeschleunigung, je länger je höher Heiße/kalte Wechselbäder -> Blutdruckanstieg Warme Bäder -> Blutdrucksenkung Atemübungen im Wasser vertiefen die In- und Expiration und verbessern die Lungenfunktion. Örtliche Wärme -> bei normaler Peristaltik anregend, bei gestörter Peristaltik beruhigend Milde Wärme -> fördert die Diurese Kurze Kälte und Wärme -> Tonuserhöhung der Skelettmuskulatur, gesteigerte Erregbarkeit der Nerven Längere Wärme (36°-37° Celsius) -> Tonussenkung der Muskulatur, Absenkung der Erregbarkeit Anwendungsbeispiele sind Jet-Wasseranwendungen, Dauerbrause, Unterwasserdruckstrahlmassage (UWM), Wassertreten, Whirlpool-Bäder, Jacuzzi, Dampfbäder, Sitzbäder, Arm- oder Fußbäder, Kneipp-Bäder) und Güsse, Abreibungen, Wickel, Packungen sowie mineralische Bäder.